Bürgerversammlung

Beitragsseiten

Besonderes Augenmerk – so Bürgermeister Bernhard Flad – sei in Gemeinden des ländlichen Raumes auf die Versorgung der Bürger zulegen. Eigene Versorgungseinrichtungen und die Kläranlage müssen stets auf den neusten Stand gehalten werden. So wird die Gemeinde Seitingen-Oberflacht bis zum Jahr 2006 eine neue Ultrafiltrationsanlage bauen um die Vorgaben der Trinkwasserverordnung einzuhalten. Das neue Dienstleistungsgebäude im dem die Kreissparkasse, Zahnarzt Dr. Weiss und auch die Therapierräume ihre Heimat finden werden sei für die Gemeinde besonders wichtig. An zentraler Stelle in der Gemeinde unterstütz dieses neue Gebäude auch den angrenzenden Einkaufsmarkt. Das Schulgebäude Oberflacht soll nächstes Jahr abgebrochen werden. Auf dem Grundstück sollen dann kleinere Wohneinheiten errichtet werden. Im Baugebiet Schießmauer sollen 78 neue Bauplätze entstehen. Die Gemeinde konnte bisher 3,7 ha Bebauungsland erwerben.

Da die klimatischen Verhältnisse auf der Welt sich ändern, muss in einer Tälergemeinde wie Seitingen-Oberflacht auch auf den Hochwasserschutz ein besonderes Augenmerk gerichtet werden. Die Gemeinde hat einen Gewässerentwicklungsplan erstellen lassen. Im Rahmen der Verwirklichung dieses Gewässerentwicklungsplanes soll im Bereich der Elta eine Hochwasserrückhalteanlage errichtet werden. Den Neubau des Rathauses den der Gemeinderat beschlossen hat muss aus finanziellen Gründen um mindestens vier Jahre zurück gestellt werden.

Die Situation und das Umfeld der Kommunalpolitik bezeichnet der Bürgermeister so, dass derzeit die größte Aufgabenfülle und der höchste Aufgabenstandard von der Gemeinde zu bewältigen sei. Dem stehen sich rapide verschlechternde Bilanzen gegenüber. Alles in allem kommen auf die Gemeinden schwierige Zeiten zu. Seitingen-Oberflacht sei mit einer pro Kopfverschuldung von 116 € und einer Rücklage von 2,1 Mio. € sowie etwa 85.000  Aktien im Depot sicher in einer deutlich besseren Ausgangslage als die meisten anderen Gemeinden.

In der anschließenden Diskussion wurden nur wenige Fragen gestellt. Die Wortmeldungen betrafen die Verunreinigung durch Hunde, wilde Müllablagerungen auch der Radweg zwischen Seitingen und Gunningen wurde angesprochen. Hier wurde der schlechte Zustand des Weges bemängelt.