Gedenkfeier zum Volkstrauertag

Gedenkfeier zum Volkstrauertag

Die diesjährige Gedenkfeier zum Volkstrauertag fand zu ungewohnt früher Stunde am Kriegerdenkmal im Ortsteil Seitingen statt.

Der Liederkranz und die Musikkapelle umrahmten die Feier musikalisch. Gerade für den Liederkranz war die Mitwirkung an der Gedenkfeier wegen des gestrigen Herbstkonzertes und des noch zu schulternden Abbaus in der Ostbaarhalle terminlich nicht einfach unterzubringen. Daher gilt ein besonderer Dank den beiden musiktreibenden, dass Sie jedes Jahr parat stehen, wenn es um die Umrahmung der Gedenkfeier geht.

Gedenkfeier zum Volkstrauertag

Auch waren die Kommandanten der Feuerwehr sowie die Leiter der öffentlichen Einrichtungen sowie Mitglieder des Gemeinderates anwesend.

Schülerinnen und Schüler unserer Grundschule erzählten u.a. von einem Träumer, der von seinen Mitmenschen dafür belächelt wurde, dass er davon träumte eines Tages in die weite Ferne oder gar, in den eigenen Körper blicken zu könne, oder sogar unter Wasser atmen zu können. Der technische Fortschritt machte es dann aber mittlerweile möglich mit dem Fernseher vom eigenen Wohnzimmer in die weite Welt zu blicken, die Erfindung des Röntgengerätes machte es möglich in den eigenen Körper zu blicken und Tauchgeräte erlauben es unter Wasser zu atmen. Niemand aber sagte dem Träumer, dass er doch Recht behalten habe. Wenn dies alles möglich ist, dann muss es auch möglich sein, in Frieden zu leben. Dafür braucht es aber nicht den technischen Fortschritt, sondern den Fortschritt in unseren Köpfen und Herzen.

Die Vertreter der Kirchengemeinden Karl Lehmann und Lothar Klaiber luden zum gemeinsamen Gebet ein.

Bürgermeister Bernhard Flad stellte in seiner Rede fest, dass der Volkstrauertag 71Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges leider an Bedeutung und Würdigung verloren hat. Diese lange Zeit des Friedens in unserem Land wissen wir heute vielleicht nicht mehr genug zu schätzen, wenngleich durch Krieg, Hunger und Vertreibung heute viele Menschen auf der Flucht sind und auch bei uns in Deutschland Schutz und ein neues Leben suchen. Es liegt mit an uns, hinter den vermeintlich Fremden, Mitmenschen zu erkennen und Bekanntschaft oder gar Freundschaft zu schließen. Daher hat der Volkstrauertag wieder eine ganz aktuelle Bedeutung, auch wenn man an das vor wenigen Tagen begangene Attentat auf das deutsche Konsulat in Afghanistan bedenkt.

Im Anschluss an die Rede legte der Bürgermeister einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder.

Im Beisein der Fahnenabordnungen der Vereine, der Ehrenvorsitzenden und der Gemeinderäte wurde im Anschluss auch am Kriegerdenkmal im Ortsteil Oberflacht ein Kranz niedergelegt.

Gedenkfeier zum Volkstrauertag

 

Bildquelle: Ralf Sulzmann