Unterbringung von Flüchtlingen in unserer Gemeinde

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Unterbringung, Betreuung und die Integration von Flüchtlingen fordern unsere Gesellschaft, Bund, Land und Kommunen derzeit wie kaum eine andere öffentliche Aufgabe. Auch unsere Gemeinde ist gefordert ihren Beitrag zur Unterbringung und Integration dieser Menschen zu leisten.

Da der leerstehende Wohnraum in unserer Gemeinde bei weitem nicht ausreichen würde die uns zugewiesenen Flüchtlinge unterzubringen, haben wir uns im Gemeinderat auf eine zentrale Unterbringungslösung verständigt und beschlossen, entweder selbst eine zentrale Flüchtlingsunterbringung zu bauen, oderdem Landkreis ein Grundstück zur Schaffung einer Gemeinschaftsunterkunft anzubieten.

In mehreren Verhandlungen mit dem Landratsamt haben wir vereinbart, dass der Landkreis eine Gemeinschaftsunterkunft baut und diese auf seine Kosten betreibt. Die in dieser Unterkunft untergebrachten Flüchtlinge werden auf die Unterbringungsquote der Gemeinde Seitingen-Oberflacht angerechnet. Zum Bau dieser Unterkunft hat die Gemeinde das Grundstück 812 an der Gunninger Straße erworben und dieses dem Landkreis unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Die Baupläne für die Gemeinschaftsunterkunft wurden mit uns abgestimmt. Das geplante Gebäude ist zweigeschossig und hat eine Länge von 38,50 m und eine Breite von 11,24 m. Insgesamt werden 18 Zimmer für die Unterbringung von Einzelpersonen und 8 kleine Wohneinheiten für die Unterbringung von Familien gebaut. Insgesamt bietet das Gebäude Platz für 70 Flüchtlinge.

Da die Zuweisungsquote für unsere Gemeinde in den Jahren 2015 und 2016   bei 49 Flüchtlingen liegt, haben wir mit den 70 geplanten Unterbringungsplätzen noch Reserven für die Zukunft. In einer der nächsten Gemeinderatsitzungen werden wir das Baugesuch beraten. Mit den Bauarbeiten soll im April/Mai 2016 begonnen werden, so dass die Unterkunft voraussichtlich im Juli 2016 bezugsfertig sein wird.

Die Investitions- und Unterhaltskosten dieses Gebäudes trägt der Landkreis. Der Landkreis stellt zeitweise auch Sozialarbeiter und nachts Securitykräfte zur Betreuung der untergebrachten Flüchtlinge bereit. Wir werden aber zusätzlich noch Betreuungsaufwand seitens der Gemeinde leisten müssen, um die Flüchtlinge während ihres Aufenthalts bei uns möglichst gut in das Gemeindeleben zu integrieren. Hierbei sind wir auf die Unterstützung Ehrenamtlicher angewiesen.

In einem der nächsten Mitteilungsblätter werde ich daher zur Gründung eines Arbeitskreises einladen, in dem wir uns dann Gedanken über die Betreuungsformen machen können. Ansonsten halten wir Sie liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger in der weiteren Entwicklung bei der Flüchtlingsunterbringung auf dem Laufenden. Wer genauere Informationen möchte, sollte den im Innenteil dieses Mitteilungsblattes abgedruckten Bericht aus der Gemeinderatssitzung zu diesem Thema lesen.

Ihr
Bernhard Flad, Bürgermeister