Ausstellung „Gestalten gestalten“ eröffnet

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Am vergangenen Freitag, 04.02.2011, wurde die Ausstellung „Gestalten gestalten“ mit Bildern des Künstlers Max Martin im Museum eröffnet. Als Baubürgermeister der Stadt Tuttlingen hat Max Martin das Gesicht der Stadt Tuttlingen entscheidend mit gestaltet. Am 04. März würde Max Martin 65 Jahre alt. Die Ausstellung stellt in besonderer Weise das Jahrzehnte lange künstlerische Wirken von Max Martin dar.

Max Martin wurde 1946 in Hattingen/Baden geboren. 1964 gehörte er zu den Gründern des Forum Artis und hat bereits im Alter von 18 Jahren erste Kunstausstellungen durchgeführt. Jetzt kann man ca. 50 seiner Bilder, die noch nie veröffentlicht wurden, im Museum Seitingen-Oberflacht betrachten.

Zur Ausstellungseröffnung konnte Bürgermeister Bernhard Flad zahlreiche Gäste begrüßen und als er so in die Runde schaute stellte er fest das dass Museum fest in der Hand des Tuttlinger Rathauses war. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von Nadine und Simon Hermann mit den Klängen von Querflöte und Saxophon. Zustande gekommen ist die Ausstellung, als Bernhard Flad bei Silvia Martin nachfragte ob es möglich sei eine Gedenkausstellung zu machen. Jetzt ist es wahrgeworden und das was zu sehn ist lässt den Betrachter staunen. Die Vielfältigkeit der Motive, der Techniken und der Umgang mit Kreide und Tusche sind beindruckend. Zu sehen sind auch einige Selbstportrais des Künstlers, auch eins wo er erst 18 Jahre alt ist.

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Jochen Schimpfle-Andresen, ein Freund und Künstler aus dem Bodenseeraum hielt die Einführungsrede. Er meinte „ Selbst als Kunstschaffender aus der Bodenseeregion, mit Hauptgewicht Kunst am Bau war ich es bislang gewohnt, das andere über mich reden. Und nun soll ich über einen Freund, den Maler, den Zeichner etwas sagen. Bei der Vielfalt seiner Künstlerischen Ambitionen und Tätigkeiten frag ich mich: wo anfangen?“. Er stellte fest das Max Martin ein enormes Stand- und Sitzvermögen besaß, was er darauf zurück führte , auf sein Tätigkeit als Bau Bürgermeister wo er als Politisch denkende Persönlichkeit an vielen öffentlichen und privaten Sitzungen teilnehmen musste. Eins ist sicher, Max Martin war ein begnadeter Zeichner der offensichtlich nichts unversucht lies, er bannte Männer und Frauen, Tiere, Landschaften und Selbstbildnisse mit Öl, Bleistift, Gouache und Tusche auf Papier und Leinwand. Nichts blieb ausgespart, selbst Poesie, Politik, Witz, Sarkasmen, Frivolitäten und Banalitäten findet man in seinen Bildern. Schon als Jugendlicher zeichnete mit viel Enthusiasmus und Ausdauer. Kein Wunder wollte Max Martin eigentlich Kunstmaler werden. Da gab es allerdings die bürgerliche Barriere und man empfahl ihm die Architektur, was er mit genauso viel Leidenschaft umsetzte. Er schaffte es Kunst und Architektur zu verbinden nach dem Motto „ Gestalten – gestalten „.

Jochen Schimpfle-Andresen kritisierte oder analysierte nicht die Kunst von Max Martin da jeder Mensch Kunst anders empfindet, in seiner Rede betrachtete er seine tiefe Freundschaft zu einem gleichgesinnten die nachdenklich stimmte uns zeigte das Max Martin nicht nur Politiker war sondern auch Mensch und Künstler. In Max Martins unzähligen Skizzen findet man auch die Worte „ Gott denkt in den Genies, er träumt in dem Künstler und schläft in den übrigen Menschen „.

Die Ausstellung ist geöffnet : Sonntag 06.02.11, 13.02.11 , 20.02.11 , 27.02.11 von 13:00 Uhr – 17:00 Uhr und Freitag 04.03.11 ab 19:00 Uhr.

Der Eintritt ist wie üblich frei.