Vortrag über Sambia

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Der Vortrag über Sambia lockte am vergangenen Donnerstagabend, den 22. September 2005, fünfunddreißig Zuhörer ins Museum. Ulla Schipulle berichtete ausführlich über ihren einjährigen Afrika-Aufenthalt im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres.

Als beeindruckend empfand sie v.a. die unglaubliche Weite des Landes. Auch dem Begriff „Stadt“ kommt dort eine andere Bedeutung zu. Als Stadt gilt dort schon eine Siedlung, die über eine Schule, eine Verwaltung und fließendes Wasser verfügt.

Mitgearbeitet hat sie in einer Schule, in der Näherinnen, Maurer und Tischler ausgebildet werden. Neuerdings wird sogar Computer-Unterricht gegeben und die Schüler, meist im Alter von 19 bis 23 Jahren, sind stolz darauf, sich in die neue Technologie einarbeiten zu können. Gewohnt hat Ulla Schipulle in der Familie des Rektors der Schule. Die neunköpfige Familie teilt sich ein Haus mit 3 Zimmern. Was nach unserer Vorstellung als beengt gilt, ist dort eher umgekehrt: Allein in einem Zimmer zu schlafen, ist sogar beängstigend.

Ausgenommen wichtig war Ulla Schipulle, dass Entwicklungshilfe nicht darin besteht, den Menschen ein fertiges Produkt vorzusetzen, um zu zeigen, wie etwas besser gemacht werden kann, sondern vor Ort das Interesse und Fachwissen gezielt zu fördern. Nur so kann auch eine Akzeptanz und Identifikation erreicht werden.

Nach einer ausgiebigen Frage- und Gesprächsrunde im Anschluss an den Vortrag spendeten die Zuhörer spontan 55 Euro, die unverzüglich weiterüberwiesen werden. Sie werden eingesetzt für St. Mulumba, eine Schule für behinderte Kinder in Choma (Sambia), die seit Jahren von der Organisation „ewe Düren e.V.“ unterstützt wird. Herzlichen Dank noch mal an alle Spender.