Töpferei und Totenbaum

Streifzüge durch die Ortsgeschichte

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Am Sonntag, den 12. März 2006, und am Sonntag, den 19.3.2006, in der Zeit von 13:00 bis 17:00 Uhr, stellt der Arbeitskreis Museum Seitingen-Oberflacht seinen Besuchern einige Neuigkeiten vor:

Die ehemalige Töpferei von Seitingen ist im Museum komplett wieder aufgebaut. Ein Bürger aus der Gemeinde, Herr Anton Hugger sen., hatte sie nach der Schließung erworben und eingelagert. Sein Sohn Anton Hugger baute die Töpferwerkstatt nach und übergibt diese als Dauerleihgabe nun an das Museum. Zahlreiche Töpferwaren, Werkzeuge, die Drehbank und der Mahlstein geben einen Eindruck alter Handwerkskunst.

Endlich ist auch der alamannische Totenbaum nach einem langwierigen Restaurations- und Konservierungsprozess der Öffentlichkeit zugänglich.

Gefunden wurde der „Sarg“ im Jahr 2003 bei Bauarbeiten für einen Radweg im Bereich des "Sängergrabes". Das dortige Gräberfeld von Oberflacht aus dem 6./7. Jahrhundert gehört zu den bedeutendsten archäologischen Fundstätten Europas. Da bereits im letzten und vorletzten Jahrhundert zahlreiche Ausgrabungen stattfanden, war der zufällige Fund des Totenbaums ein wahrer Glücksfall.

Zum Leben der Alamannen und zu den archäologischen Funden findet am Donnerstag, den 23. März 2006, um 19:00 Uhr ein Vortrag im Museum Seitingen-Oberflacht statt. In diesem Vortrag geht Herr Hitkamp vom Landesdenkmalamt besonders auf den alamannischen Totenbaum ein.

Parallel zur neu eingerichteten Töpferwerkstatt und dem alamannischen Totenbaum zeigt der Arbeitskreis seinen gesamten Fundus, der im Museum aufbewahrt wird, wie z.B. Trachten, landwirtschaftliche, handwerkliche und häusliche Geräte aus alten Zeiten. Ein wahrer Streifzug durch die Ortsgeschichte wie auch die Fotogalerie im Dachgeschoss zeigt. Zahlreiche alte Fotos aus dem Gemeindeleben, wurden mit Beschriftungen versehen - Namen, Ortsangaben und Jahreszahlen. Da es noch einige Unsicherheiten gibt, bitten wir interessierte Mitbürger, an beiden Sonntagen die Beschriftungen kritisch unter die Lupe zu nehmen. Damit können Lücken geschlossen und Fehler vermieden werden.