Spuren...

Image

... 2 Variationen zu einem Thema: Kreuzspuren und Spuren in himmlischem Blau. Zu diesem Thema zeigt die Trossinger Künstlerin Christiane Jennert während der Fastenzeit eine Ausstellung im Museum Seitingen-Oberflacht. Vor fast zwei Jahren begannen die Planungen für diese Ausstellung und es entstanden zwei Bilderzyklen (Serien von Bildern mit gleichem Thema), zum Teil reliefartig mit modelliertem Textil und zum Teil in einer einfachen, gegenständlichen Malweise, um das Thema verständlicher darzustellen.

Die „Kreuzspuren“ sind die 14 Stationen der Via Dolorosa, dem Leidensweg von Christus bis zur Auferstehung. Bei einer Israelreise vor 20 Jahren ging die Künstlerin in Jerusalem diesen Weg. Nach Überlieferungen ist die Via Dolorosa jene Strasse, die zur Zeit des Todes von Jesus Christus vom Amtssitz des römischen Stadthalters Pontius Pilatus zur Kreuzigungsstätte am Hügel Golgota führte. Heute endet die Via Dolorosa an der Grabeskirche, die an jenem Ort stehen soll, wo Jesus ins Grab gelegt wurde. Der Zyklus "Kreuzspuren" umfasst 20 Bilder, die 14 Stationen des Leidensweges und 6 symbolhafte Kreuzbilder, die extra für diese Ausstellung gemalt wurden.

Der Zyklus "Spuren in himmlischem Blau" enthält ebenfalls ca. 20 Bilder. Blau, die innigste aller Farben - himmlisches Blau in Abstraktionen, Blüten und Spuren. Schwelgen in Farbe und dicke Spuren ziehen ist das Charakteristische an ihrer Malerei.

Christiane Jennert wurde 1940 in Karlsbad geboren und wuchs in einer künstlerisch prägenden Umgebung auf. Ihr Weg zur Kunst ist untypisch, aber von früher Jugend an zielgerichtet. Nach der Geburt ihres Sohnes stieg sie 1980 aus dem Berufsleben als gelernte Büro-Kauffrau aus. 1984 begegnete Sie Annette Pöllmann, einer Professorin an der Textilfachhochschule Niederrhein und besuchte anschließend Seminare bei ihr. Über die Galerie Smend in Köln nahm Sie an weiteren Seminaren von namhaften Künstlern teil. Sommer- und Wintersemester an der Kunstschule Hohenstein vermittelten das Rüstzeug zur Acryl- und Lasurtechnik und ließen hauptsächlich Leinwandbilder mit integrierten Textil-, Holz- und Steinfragmenten entstehen. Die Existenz der menschlichen Figur und Abstraktionen sind in ihren Werken vordergründig. Bis heute ist ihr Wohnort und Atelier in Trossingen, wo sie aus ihrem inneren Potential schöpfen kann.

Lassen Sie sich entführen zu den Wurzeln unseres Glaubens und zu Bildern in Blau. Schalten Sie ab und schauen Sie einfach nur, was sich im Kopf einer Malerin so alles tut.

Die Ausstellung „Spuren“ ist ab dem 17. Februar bis zum 09. März jeweils sonntags von 13:00 bis 17:00 Uhr sowie nach Vereinbarung mit dem Bürgermeisteramt (Telefon 07464/9868-0, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zu sehen. Der Eintritt ist wie immer kostenlos. An den Ausstellungstagen sind selbstverständlich auch alle anderen Ausstellungsräume des Museums geöffnet.

(RS)