Ausstellung "Tot und Vergessen?"

Totengedenken mit Sterbebildern und Bruderschaften

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Sterbebilder sind ein Brauch, der in Seitingen-Oberflacht Anfang des 20. Jahrhunderts begann. Verschiedene Verlage boten Standards an, in die man nur die persönlichen Daten und das Bild einfügen musste. So konnte in kürzester Zeit das Sterbebild hergestellt und zeitnah ausgegeben werden. Sterbebilder dienen als Erinnerung an die Verstorbenen und als Einlage in den Gebetbüchern zur Gebetsaufforderung für die Toten.

Diese Ausstellung soll auch jungen Menschen die Möglichkeit der Erkundung ihrer Vorfahren, bis teilweise zurück in die fünfte Generation, geben. Über 500 Sterbebilder zeigen Menschen unserer Gemeinde oder Menschen, die in besonderer Beziehung zur Gemeinde standen.

Religiöse Bruderschaften gibt es schon seit dem 14. Jahrhundert. Die wichtigsten Aufgaben waren die Sicherung des eigenen Seelenheils, das Totengedächtnis und die Gebete für die Toten und Lebenden. In Seitingen-Oberflacht wurden 1586 die „Eustasius-Bruderschaft“ und 1733 die „7 Schmerzen Mariä-Bruderschaft“ errichtet. Die Ausstellung vermittelt tiefere Einblicke in diese Bruderschaften.

 

Die Ausstellung ist geöffnet:

Sonntag, 28.10.2012 13:00 bis 17:00 Uhr
Donnerstag, 01.11.2012 13:00 bis 17:00 Uhr
Sonntag, 04.11.2012 13:00 bis 17:00 Uhr
Sonntag, 11.11.2012 13:00 bis 17:00 Uhr

Der Eintritt ist wie üblich frei.