Promiwanderung "Natur & Kultur"

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Im Rahmen der „Wanderoffensive Donaubergland“ lud Bürgermeister Bernhard Flad am vergangenen Freitag, 28. Oktober 2005, zu einem kulturell und landschaftlich reizvollen Rundgang durch und um die Gemeinde Seitingen-Oberflacht ein.

Die Besuchergruppe aus der Region startete bei sonnigem Herbstwetter an der Ostbaarhalle zwischen den Ortsteilen am Fuße des Kirchbergs. Bürgermeister Flad gab zunächst einen Überblick über die heutige Ortsmitte der Doppelgemeinde. Dreißig Jahre nach der Gemeindereform befinden sich an der Nahtstelle der ehemals eigenständigen Gemeinden neben der Ostbaarhalle auch ein Einkaufsmarkt, das Gemeindezentrum, das Sport- und Spielzentrum, der Kindergarten, die Grundschule, das Museum und demnächst noch ein weiteres Dienstleistungsgebäude.

Die erste Station führte zum Museum, wo die Wandergruppe die Ausstellungen über die Alamannenfunde, die Kirchengeschichte und den Gedenkraum für die Gefallenen der beiden Weltkriege besuchte. Der große Ausstellungsraum im Dachgeschoss wird für wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

Nachdem der Kirchberg erklommen war, stand ein Besuch der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt an. Diese wurde unter dem Dompropst Johann Ferdinand von Waldburg-Wolfegg fast ganz neu erbaut und 1762 geweiht. Das herrlich ausgemalte Innere der Kirche dürfte wohl zum Schönsten des Landkreises Tuttlingen gehören.

Nächste Station war die Eustasiuskapelle, deren spätgotischer Chor neben dem Kloster Widdersdorf (Vergaville) in Lothringen das einzige Gotteshaus ist, in dem Reliquien des heiligen Eustasius aufbewahrt werden. Von der Ausstattung des kleinen Kirchleins überzeugen vor allem die kontrastreichen barocken Altäre und die frühbarocke Ausmalung der Wände.

Nach den kulturellen Eindrücken bot der Gang über den bei Spaziergängern beliebten Höhenzug „Filder“ einen wundervollen Blick auf den Hohen Karpfen, den Lupfen und einen Großteil der Ost-Baar.

Vom Filder hinab ging es an der Ziegelhütte zum Sängerhain, der im Ortsteil Oberflacht die Fundstelle des bereits 1846 gefundenen alamannischen Gräberfeldes markiert. Bei den Ausgrabungen, die letztmals 1933 durchgeführt wurden, wurden über 300 alamannische Gräber freigelegt. Letztes Jahr wurden bei Straßenbauarbeiten zufällig zwei weitere Särge entdeckt. Das Gräberfeld gehörte zu den bedeutendsten Funden aus der Alamannenzeit in ganz Europa. Gefunden wurde auch das berühmte Sängergrab, in dem die beinahe weltbekannte Leier gefunden wurde. Der Sängergau Schwarzwald hat darauf hin eine Gedenkstätte errichtet, das so genannte Sängergrab.

Zum gebührenden Abschluss des Rundgangs wurde im Gasthof Adler in Oberflacht auch das gastronomische Angebot von Seitingen-Oberflacht erkundet.

Wer Lust hat, sich selbst auf den Rundgang zu begeben, findet unter www.seitingen-oberflacht.de eine Wegbeschreibung und viele Informationen rund um die Gemeinde. Die Tourismus-GmbH des Landkreises informiert unter www.donaubergland.de über weitere Termine des Promi-Wanderns und natürlich rund um die Region.