Playmobil – eine Vorprogrammierte Erfolgsgeschichte

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Im Museum Seitingen-Oberflacht ist eine Ausstellung angelaufen die große und kleine Kinderherzen höher schlagen lässt und es einem in den Fingern juckt beim bestaunen der Vielfältigkeit von Playmobil.

Auf zwei Etagen kann man sich in die Welt der Kinder zurückversetzten und den mitgebrachten Nachwuchs zeigen mit was für Spielzeug schon mindestens eine Generation gespielt hat. Ralf Sulzmann konnte an der Ausstellungseröffnung Besucher und Aussteller im Namen der Gemeinde und des Museumteams recht herzlich begrüßen.

Musikalisch umrahmt wurde die Adventausstellung von Carola und Katrin Kiehn und Renate Mergelsberg mit ihren verschiedenen Flöten. Tradition im Museum ist es das in der Adventszeit eine Ausstellung satt findet mit Leihgaben aus der Gemeinde. Nach Teddybären, Hummelfiguren oder Lego widmet sich der Arbeitskreis Museum in diesem Jahr den Spielewelten der Marke Playmobil. Gleichzeitig ist das auch ein Jubiläum denn Playmobil gibt es schon seit 40 Jahren. Allerdings ist das mit dem Geburtstag hier nicht ganz so einfach. Bereits 1971 wurde die Playmobilfigur patentiert aber die ersten Figuren erblickten erst 1974 bei einer Hausmesse und Spielwarenmesse das Licht der Wirtschaftswelt. Hinter den 7,5 cm hohen Figuren stecken Horst Brandstätter, der die Fabrik und den Unternehmergeist besaß und Hans Beck, der Vater der Plastikfiguren. Die Ölkrise 1970 zwang Brandstätter dazu seine Produktpalette zu überdenken um die Unternehmensphilosophie für die Zukunft neu auszurichten. Ziel ist es gewesen ein System-Spielzeug auf den Markt zu bringen. Beide studierten spielende Kinder und Beck entwarf eine Figur die für Kinderhände so ab vier Jahren geeignet sind. Inzwischen bevölkern rund 2,6 Milliarden Playmobilfiguren in 4000 Figurvarianten Kinderzimmer auf der ganzen Welt.

Jemand der weiß wie Kinder spielen ist Miriam Faitsch. Sie ist Leiterin des Kindergarten Seitingen-Oberflacht und hat selber auch zwei Kinder. Sie erklärte wie Kinder so was sehn und mit so was umgehen. Kinder, so Faitsch, beim Spielen zu beobachten ist eine besondere Erfahrung. Ernsthaft und konzentriert vergessen sie dabei alles, was um sie herum geschieht und Kinder können jederzeit und überall spielen. Durch das Spielen erforscht das Kind die Welt, entwickelt die Vorstellungskraft, verarbeitet die Gefühle, interpretiert und analysiert. Das alles machten Brandstätter und Beck zu Vätern eines der erfolgreichsten Spielsysteme Weltweit.

Was sich seit der ersten Figur auch nicht verändert hat ist der freundliche Gesichtsausdruck und die Philosophie keine Gewalt zu verherrlichen. So findet man Ritter mit Schwertern oder Polizisten mit Pistolen aber keine Soldaten oder gar Panzer. In der Ausstellung ist eine große Anzahl von Themen vertreten, überwiegend Indianer, Ritter, ganze Baustellen oder die verschiedensten Eisenbahnvarianten und Rettungseinrichtungen wie Feuerwehr und Notarzt. Aber auch Pyramiden, Ufos und Meerjungfrauen sind ausgestellt so wie eine Zirkuslandschaft und eine Polarstation. Eigentlich , so das Fazit, gibt es bei Playmobil alles was es im wahren Leben auch gibt.

Die Ausstellung hat am Sonntag 08. Dez. und 15. Dez. von 13:00 – 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.