Ausstellung "bodenständig" eröffnet

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Am vergangenen Freitag, den 16. Januar, fand im Museum Seitingen-Oberflacht die Eröffnung der Ausstellung „bodenständig“ der in Immendingen-Hattingen lebenden Künstlerin Maria Magel statt.

Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von den Musikern Marco Schorer und Jörg Enz, die den ca. 100 Gästen einen Hörgenuss auf höchstem Niveau boten.

Bürgermeister Bernhard Flad ging in seiner Begrüßung kurz auf die Geschichte des Museums ein, das aktuell seine zehnte Veranstaltungssaison feiern kann. Für ihn persönlich verbinde er den Ausstellungstitel „bodenständig“ mit dem bleibenden, beständigen Eindruck, den die Bilder und Plastiken der Künstlerin bei ihm hinterlassen haben.

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Gerhard Liehner führt das Publikum gekonnt und kurzweilig in die Ausstellung ein. Er verband die Werke und die Künstlerin mit vier Thesen, die er zur aktuellen Kunstszene aufgestellt hatte:

„Kunst sucht heute Orientierungsmarken“

- Maria Magel arbeitet in den Bereichen Bildhauerei und Malerei. Bei ihr sind klare Orientierungsmuster fixiert und nachvollziehbar. Mit klaren Zielvorstellungen erschafft sie ihre Arbeiten, ohne Spielräume und Kreativität auszubremsen.

„Kunst hat die Hoffnung auf neues nicht aufgegeben“

– Die Kunstentwicklung mag von der wirtschaftlichen Entwicklung nicht unabhängig sein, die Werke der Künstlerin sind aber konjunkturunabhängig. Arbeit nach Marktgesetzen ist ihr fremd, nicht die Nachfrage bestimmt ihr Schaffen, sondern ihre Persönlichkeit, das Streben nach Innovation.

„Kunst ist dann erfolgreich und beständig, wenn sie authentisch ist“

– Eine Malerin muss malen und nichts anderes. Was dabei zählt ist handwerkliches Können, technische Finesse, Ideenvielfalt und gleichermaßen Tradition. Diese Ansprüche findet der Betrachter in den Werken Magels wieder. Auch Ihre Heimatverbundenheit und Ihre Bodenhaftung spiegeln sich in vielen Werken wider – authentisch und eben bodenständig sind Kunst und Künstlerin.

„Erfolgreiche Kunst braucht auch das Exotische“

– Bei ihr sind es vor allem die plastischen Arbeiten, die das Nicht-Alltägliche repräsentieren. Konvexe und konkave Formen deuten die menschliche Figur rhythmisch und harmonisch an. Auch Ihre „Kopfsteine“, in Beton gegossene menschliche Abbilder“, drängen sich hier aus Beispiel auf.

Wer diese Thesen nachvollziehen und überprüfen, oder einfach nur die faszinierenden Werke der Künstlerin erleben will, ist herzlich zum Besuch der Ausstellung eingeladen. Sie ist noch bis zum 1. Februar 2009 jeweils am Sonntag von 13:00 bis 17:00 Uhr sowie nach Vereinbarung mit dem Bürgermeisteramt (Tel. 07464/9868-0, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! geöffnet. Der Eintritt ist frei. An den Sonntagsterminen wird die Künstlerin auch persönlich anwesend sein.