10 Jahre Museum Seitingen-Oberflacht

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Der Wunsch nach einem Museum, in dem Geschichte dargestellt werden kann, bestand in unserer Gemeinde seit langer Zeit. Bürgermeister Bernhard Flad hat diese Idee aufgegriffen und am 21.03.1993 zu einer Besprechung über die Einrichtung eines Museums eingeladen.

Im Foyer der Ostbaarhalle trafen sich aufgrund dieser Einladung des Bürgermeisters Hans Rossel, Theo Lehmann, Armin Reiser, Karl Mühlberger, Helmut Zepf jun., Heinrich Bisser, Anton Hugger sen., Anton Hugger jun. An diesem Abend wurde der "Arbeitskreis Museum" gegründet. Die Mitglieder des Arbeitskreises trafen sich fortan unter Vorsitz des Bürgermeisters in regelmäßigen Abständen um ein Konzept zur Einrichtung eines Museums zu beraten.

Viele Museen in der näheren und weiteren Umgebung wurden besichtigt, bis im Jahr 1995 ein Konzept für die Einrichtung eines Museums in Seitingen-Oberflacht erstellt werden konnte. Dieses Konzept sah vor, zum einen die Geschichte der Gemeinde in einer Dauerausstellung darzustellen, zum anderen will das Museum eine Plattform für Kunst und Kultur bieten. Durch Kunstausstellungen, durch Vorträge und Veranstaltungen soll das Museum mit Leben erfüllt werden. Den Bürgerinnen und Bürgern soll die Möglichkeit für kulturelle und künstlerische Betätigung geboten werden.

Nachdem das Konzept für das Museum erstellt war, machte sich der Arbeitskreis – immer in enger Abstimmung mit dem Gemeinderat – auf die Suche nach einem geeigneten Gebäude. Da die Gemeinde 1995 die Grundschule erweitert und saniert hat, wurden die Räume im ehemaligen Erholungsheim an der Schulstraße für schulische Zwecke nicht mehr gebraucht. Das ehemalige Erholungsheim war somit frei und ein ideales Gebäude zur Einrichtung eines Museums. Der Gemeinderat hat daher, auf Empfehlung des Arbeitskreises Museum, beschlossen im ehemaligen Erholungsheim am Schulweg das Museum einzurichten. Nach der Beschlussfassung im Gemeinderat konnten unverzüglich die Umbauarbeiten, sowie Sanierungsarbeiten zur Einrichtung des Museums in Angriff genommen werden. Mit einem stattlichen Zuschuss des Landes Baden-Württemberg konnten die Umbau- und Einrichtungsarbeiten durchgeführt werden. Am 20.11.1998 konnte das Museum dann eröffnet werden. Mit Werken des Künstlers Albert Held, der in Seitingen-Oberflacht geboren und aufgewachsen ist und in Berlin arbeitet, fand die erste Bilderausstellung statt.

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Seit der Eröffnung im Jahr 1998 konnten im Museum über 17.000 Besucher gezählt werden. Seither fanden 70 Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Prominente Besucher wie der jetzige Ministerpräsident Günther Oettinger, der CDU-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag Volker Kauder, Landrat Hans Volle und Landrat Guido Wolf waren Gast im Museum. Das dritte Programm des Südwestrundfunkes berichtete im September 2004 über das Museum anlässlich der Eulenausstellung von Heinz Schiemann.

10 Jahre Museum Seitingen-Oberflacht und 15 Jahre Arbeitskreis Museum wollen wir gebührend freiern. Am 12.09.2008 findet die Jubiläumsveranstaltung für geladene Gäste in unserem Museum statt. Festredner ist der ehemalige Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Erwin Teufel. Wir starten in unser 10jähriges Jubiläumsjahr mit der Ausstellung "Wenn Steine reden", Bilderausstellung mit Werken von Frau Renate Teufel.

Den Abschluss der Jubiläumsausstellungssaison ist die Ausstellung mit Werken von Albert Held, der bekanntlich vor 10 Jahren die erste Ausstellung im Museum Seitingen-Oberflacht durchgeführt hat. Albert Held hat zum 10jährigen Bestehen ein Logo geschaffen, welches im Jubiläumsjahr auf allen Publikationen des Museums veröffentlicht ist.