Gemeinderat besichtigt Kläranlage und Wasserhochbehälter

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Am Freitagabend, 22.04.2005, informierte sich der Gemeinderat vor Ort über die Kläranlage des Abwasserzweckverbandes und der Wasserversorgung der Gemeinde.

Zuerst wurde die Kläranlage besichtigt, wobei Anton Hugger souverän durch die Anlage führte und die Funktionsweise ausgiebig erläuterte. Bürgermeister Flad ließ zusätzliche Informationen z.B. über das Kanalnetz, die erfolgten Investitionen in der Kläranlage und die zukünftigen Anforderungen an den Zweckverband Abwasserentsorgung Ostbaar einfließen. Im Laufe der Führung durch die Anlage konnte der Weg des ankommenden Schmutzwassers durch den Reinigungsprozess bis zu wieder klarem Wasser verfolgt werden, welches über die Elta zurück in den Wasserkreislauf eingeleitet wird.

Gesteigerte Anforderungen an die Abwasserentsorgung sind vor allem im Bereich zusätzlicher Rückhaltekapazitäten zu erwarten, damit auch nach starken Regenfällen oder während der Schneeschmelze genug Schmutzwasser gespeichert werden kann. Erst vor wenigen Jahren wurde auf der Kläranlage ein zusätzliches Rückhaltebecken erstellt, wonach das Augenmerk eigentlich weniger auf der Speicherung von Schmutzwasser liegen sollte als auf der Verringerung der Einleitung von Regen und Drainagenwasser. Das Wasser „aus der Regenrinne“ und aus Drainagen muss und soll nicht in die Kläranlage gelangen, eine langfristige Politik muss also darauf abzielen, nur Wasser zur Kläranlage zu leiten, das auch geklärt werden muss. Dadurch verringert sich wiederum die Notwendigkeit von zusätzlichen Rückhaltebecken.

Der Führung durch die Kläranlage schloss sich ein Rundgang durch den Wasserhochbehälter an. Bürgermeister Flad und Anton Hugger erläuterten den Gemeinderäten wiederum die technischen Einrichtungen und die organisatorischen Anforderungen. Zur Zeit wird die Wasserversorgung unserer Gemeinde ausschließlich durch Trinkwasser der Baarwasserversorgung gespeist. Dieses Wasser stammt aus dem Bodensee und den Keck-Quellen bei Villingen-Schwenningen. Das eigene Trinkwasser aus den örtlichen Quellen darf auf Drängen des Kreis-Gesundheitsamtes bis zur Erstellung einer Ultrafiltrationsanlage nicht mehr genutzt werden. Unser Eigenwasser hatte immer eine einwandfreie Qualität, jedoch schreibt die Trinkwasserverordnung neuerdings verschärfte Grenzwerte bei den Trübeinheiten (dies sind im Wesentlichen gelöste Mineralien) vor.

Über den aktuellen Planungsstand der Ultrafiltrationsanlage wird in der nächsten Gemeinderatssitzung und der anstehenden Bürgerversammlung berichtet.