Arbeitskreis Museum auf Informationsreise in Berlin

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Ein Großteil der Mitglieder des Arbeitskreises Museum durfte auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Volker Kauder eine viertägige Informationsreise nach Berlin unternehmen.

Die neun Mitglieder des Arbeitskreises machten sich am Montag, 19.09.2011, zusammen mit gut 40 weiteren politisch Interessierten aus dem Wahlkreis Rottweil / Tuttlingen zunächst mit dem Ringzug, ab Rottweil mit dem Regionalexpress und schließlich bis Berlin mit dem ICE auf den Weg in die Bundeshauptstadt. Abends wurden die Reisenden bereits im Auftrag des Bundespresseamtes am Hauptbahnhof abgeholt und zum Hotel chauffiert, wo der erste Reisetag nach dem Abendessen und einem ersten Bummel über den Potsdamer Platz und den Kurfürstendamm ausklang.

Der zweite Tag enthielt ein dichtes Programm. Nach einem ersten Abschnitt einer Stadtrundfahrt besuchte die Gruppe den Bundesrat, in dem alle 16 Bundesländer vertreten sind. Sogar im Tagungsraum des Vermittlungsausschusses durfte die Gruppe Platz nehmen.

Weiter ging es zum zweiten Teil der Stadtrundfahrt, der sich mehr auf das frühere Ostberlin konzentrierte. Ein Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen war zugleich interessant und auch bedrückend. Die Führung durch den früheren Sperrbezirk der zentralen Untersuchungshaftanstalt der Stasi übernahm ein ehemaliger Insasse. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden in der Haftanstalt durch die sowjetischen Besatzer zunächst Anhänger des nationalsozialistischen Regimes gefangen gehalten. Meist waren die Häftinge nur beschuldigt worden, eine Überprüfung oder gar eine Gerichtsverhandlung gab es nicht. Schließlich nutzte die Stasi das Areal für die Verwahrung und Vernehmung politscher Häftlinge. Das gesamte Gelände stellte nur noch einen weißen Fleck auf der Landkarte dar. Zufahrtswege endeten meist an Wohn- oder Verwaltungshäusern, die den Blick auf die Gefängnismauern versperrten. Ein nahezu wahnwitziger Aufwand wurde betrieben, um das Gelände geheim zu halten. Die Bedingungen für die Häftlinge wurden aus erster Hand sehr beklemmend geschildert. Die ständigen Verhöre waren eine Tortur und nicht selten brachen die Häftlinge unter dem Druck psychisch zusammen, worauf sie im Haftkrankenhaus wiederum soweit aufgepeppelt wurden, um wieder verhörfähig zu werden. Nach dieser sehr bedrückenden Führung endete das offizielle Tagesprogramm.

Die Arbeitskreismitglieder nutzten den freien Abend für ein Treffen mit dem aus Seitingen-Oberflacht stammenden und seit gut 40 Jahren in Berlin lebenden Künstler Albert Held, der bereits mehrfach im Museum Seitingen-Oberflacht ausgestellt hat. Der „Gegenbesuch" war ein schönes Wiedersehen mit dem freischaffenden Künstler.

Der nächste Tag führte die Reisegruppe ins Presse- und Informationsamt der Bundesregierung. Eine ehemalige Rottweilerin, die seit 25 Jahren beim Bundespresseamt tätig ist, empfing die Gruppe aus dem Wahlkreis. Das Bundespresseamt ist das Sprachrohr der Bundesregierung gegenüber den Medien, bereitet aber auch Presseinformationen, ob aus Zeitung, Fernsehen, Internet oder Radio für die Bundesregierung, die Abgeordneten und v.a. für die Kanzlerin auf. Diese erhält zweimal täglich eine Pressemappe mit den wichtigsten Medienberichten zu aktuellen und wichtigen Themen.

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In der Landesvertretung von Baden-Württemberg fand ein Mittagessen und Informationsgespräch mit dem Bundestagsabgeordneten und CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder statt. Trotz anstehendem Besuch des Papstes in Berlin und dem Bundestag sowie wichtiger Gesprächstermine innerhalb der Fraktion, nahm sich Volker Kauder Zeit, um über aktuelle politische Ereignisse wie z.B. die Euro-Rettung zu sprechen. Der Arbeitskreis Museum nutzte die Gelegenheit, sich in der großen Runde für die Einladung zur Berlinfahrt zu bedanken und überreichte dem Gastgeber den historischen Bildband „Seitingen-Oberflacht - Menschen, Häuser und Geschichten" von Autor Theo Lehman, der zugleich Arbeitskreismitglied ist. Der Abgeordnete, der bereits einige Male zu Gast im Museum war, nahm die Gelegenheit wahr, das große ehrenamtliche Engagement im Arbeitskreis zu loben und bei den Mitreisenden für einen Besuch im Museum Seitingen-Oberflacht zu werben.

Nach dem Informationsgespräch ging es dann durch die Sicherheitsüberprüfung in den Bundestag. Hier war Gelegenheit, für ca. eine Stunden einer Sitzung im Plenarsaal zu lauschen. Auf der Tagesordnung stand eine Fragestunde zu verschiedenen verkehrspoltischen Themen.

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Im Anschluss fand sich die Gruppe unter der Kuppel auf dem Dach des Bundestages noch zu einem Fototermin mit Volker Kauder ein. Danach muss man sich auch schon wieder von ihm verabschieden. Nach dem Erklimmen der Kuppel und einem gigantischem Ausblick über Berlin, nutzten einige Mitglieder des Arbeitskreises die noch verbleibende Zeit in der Hauptstadt für einen Besuch des Brandenburger Tores, für eine Spreefahrt, einen Abstecher ins Kaufhaus des Wesetens, einen Besuch der Hackeschen Höfe, dem Alexanderplatz und dem Roten Rathaus sowie dem Nikolaiviertel.

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Nach einer kurzen Nacht ging es dann am folgenden Morgen mit der Bahn zurück in die Heimat.

Die Berlinreise machte nicht nur Lust auf einen weiteren und längeren Besuch, sondern war v.a. eine sehr schöne Anerkennung für die ehrenamtliche Tätigkeit im Arbeitskreis Museum. Ein herzlicher Dank hierfür gilt in erster Linie dem Bundestagsabgeordneten Volker Kauder, dem CDU-Kreisgeschäftsführer Ulrich Braun, der die Gruppe heil nach, durch und von Berlin zurück brachte sowie Frau Bärbel Wintermantel vom Abgeordnetenbüro für die Organisation der Fahrt. Dank gilt auch Arbeitskreiskollege Bernhard Flad für die ausdauernde Fürsprache bei Volker Kauder, was die Einladung zur Informationsfahrt erst möglich gemacht hat.

Für den Arbeitskreis Museum

Ralf Sulzmann